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Törn M0401 Hamburg-Travemünde auf dem 3-Mast-Vollschiff "MIR"
Im Mai 2004 bin ich zum zweiten Mal mit dem russischen 3-Mast-Vollschiff "MIR" gesegelt. Ausgangspunkt war wieder der Hamburger Hafengeburtstag (den Bericht dazu findet ihr
hier). Anschließend ging es wieder rund um Skagen, Ziel war diesmal aber nicht Warnemünde, sondern Travemünde.
Nach dem Ausbooten der Tagesgäste war erst einmal Großreinemachen angesagt, um die Spuren des Hafengeburtstages und der Tagesfahrt zu beseitigen. Man glaubt gar nicht, wieviel
Chaos eine solche Veranstaltung an Deck hinterlässt. Alle Törnteilnehmer waren aber froh, des es an Deck endlich wieder normal zuging, man konnte förmlich ein allgemeines Durchatmen spüren.
Die Ruhe hielt aber nicht lange an. Wie üblich, wenn es auf eine Seereise geht, wurde die vorgeschriebene Sicherheitsübung durchgeführt. Die Schiffsalarme wurden erläutert und
alle hatten Gelegenheit, einmal die Schwimmwesten anzulegen. Die Besatung führte gleichzeitig eine Brandabwehrübung durch.
Dann ging aber tatsächlich die normale Bordroutine los, während wir uns zunächst immer weiter in nordwestliche Richtung bewegten. Außenbords waren einige Malerarbeiten fällig,
dafür wurde dann eine Arbeitsplattform vorbereitet. Peter konnte bei dieser Gelegenheit gleich seine Spleißkenntnisse auffrischen, während seine Arbeit von den anderen fachmännisch überwacht wurde.
Ansonsten war zu Beginn des Törns nicht allzuviel los und es war viel Zeit, sich mit den angenehmen Dingen des Lebens zu beschäftigen. Ein Kadett übte "Leinen belegen auf 3 Meter",
andere Besatzungsmitglieder versuchten ihr Glück mit der Angel. Oder man genoß einfach den Wind und die See.
Hierfür hatten die Teilnehmer einer Sportbootschule allerdings wenig Gelegenheit. Sie mussten
Knoten üben und die Theorie für den SBF See büffeln. Die Ausbildung auf einem Großsegler ist zwar ein netter Marketinggag, in meinen Augen hatten die Teilnehmer aber weder richtig etwas von dem
Segeltörn, noch hat man in einer Woche ausreichend Zeit, den Stoff für die Prüfung richtig zu verarbeiten. Manfred, Rolf und Ingeborg trugen in der Zwischenzeit mit einigen artistischen Einlagen
zur allgemeinen Erheiterung an Bord bei.