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Von Holland über die Shetlands nach Norwegen mit der "Statsraad Lehmkuhl"
Im Anschluß an die DelfSail 2003, die Mitte Juli im holländischen Delfzijl stattfand, habe ich zusammen mit einem Freund (Klaus Pajk) für eine Woche auf der norwegischen Bark STATSRAAD LEHMKUHL angeheuert.
Vom benachbarten Eemshaven ging es mit der größten noch segelnden 3-Mast-Bark der Welt zunächst Richtung Lerwick auf den Shetland Islands und anschließend nach Bergen in Norwegen. Viele der nachfolgenden Fotos hat Klaus zu dieser Seite beigesteuert, dafür noch einmal besten Dank.
Die einzelnen Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.
Nach einem letzten Blick auf die holländischen Deiche *bg* und die vor uns ausfahrende SÖRLANDET ging es an Bord.
Den Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP haben wir Gott sei Dank während unseres Törns nicht benötigt.
Der Törn startete bei herrlichstem Wetter und der Empfang an Bord war sehr freundlich. Das Schiff sollte gegen 16.00 Uhr auslaufen. Da wir etwas zu früh an Bord waren, mussten wir zunächst auf die anderen Trainees warten.
Gegen 14.30 Uhr Uhr wurden wir dann durch den Traineeoffizier Hakon Vatle begrüßt.
Alle Trainees wurden in drei Wachen eingeteilt, wobei eigene Wünsche soweit möglich berücksichtigt wurden.
Es gibt eine rote Wache (0-4 Uhr), eine grüne Wache (4-8 Uhr) und eine blaue Wache (8-12 Uhr). Es wurde darauf geachtet, dass alle Wachen gleich stark besetzt sind.
Wir haben uns die grüne Wache ausgesucht.
Jeder Trainee erhielt ein kleineres verschließbares Fach für die persönlichen Wertsachen und ein größeres Staufach für Kleidung etc. in den Sitzbänken der Schlafräume (Banjers). Die Fächer waren alle mit einer persönlichen Nummer
gekennzeichnet, ebenso musste die noch aufzuhängende Hängematte mit einem entsprechenden Schild gekennzeichnet werden.
Dann gab uns Hakon etwa eine halbe Stunde Zeit, unsere Brocken einzuräumen und die Hängematten aufzuhängen. Damit wurde es erst einmal lustig. Es dauerte seine Zeit, bis alle Hängematten ordentlich aufgehängt waren und die ersten
Versuche, einzusteigen, waren auch sehr sehenswert.
Hakon machte uns aber auch gleich klar, das in den Banjers Ordnung erwartet wird. Das heißt für die blaue Wache (8-12) im vorderen Banjer: Hängematten zusammenschnüren und wegräumen, für die rote (0-4) und grüne Wache, Hängematten
zusammenschnüren, alle Gegenstände ordentlich verstauen. Alle herumliegenden Gegenstände werden bei den täglichen Rundgängen gnadenlos einkassiert - ist übrigens einigen Leuten passiert.
Dann wurde auch schon abgelegt und es ging zunächst mit Lotsenbegleitung unter Maschine los. Nach dem Auslaufen wurden wir mit unseren Wachführern bekannt gemacht. Unsere Wachführerin war Anke, eine sehr nette Holländerin.
Anke bemühte sich sehr, uns alles so zu vermitteln, dass wir auch verstehen was wir tun. Hierbei blieb sie jedoch erfreulich gelassen, so dass
die Arbeit mit ihr wirklich Spaß gemacht hat. Unterstützt wurde sie hierbei durch 2 Matrosen der Stammbesatzung.
Zu Beginn und Ende jeder Wache wurden alle Trainees auf dem Hauptdeck gemustert. Die Nummern werden der Reihe nach aufgerufen, jeder hat mit "Hoy" zu antworten. Morgens dauerte es dann mit der
Antwort teilweise etwas länger...
Mehr gibt es auf der nächsten Seite.