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Törnbericht Travemünde - Bornholm - Seite 2

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Ab 18.00 Uhr begann das offizielle Einschiffen. Die Verbindungsoffizierin Manuela begrüsste uns alle sehr freundlich und sammelte Vouchers, Gesundheitsbestätigungen und Pässe ein. Anschließend erhielt jeder seinen "Trainee-Pass" und war von da an Mitglied der Besatzung auf Zeit.

Ich hatte eine 4-Bett-Kabine gebucht. Die anderen Kojen der Kabine 148a auf der Steuerbordseite wurden durch Andree aus Halstenbek, Paul aus Lüdinghausen und unseren "Senior" Horst aus Heroldsberg belegt. Die Orientierung fiel zunächst etwas schwer, aber Dank des kleinen Souvenirshops in der Nähe konnte man die Kabine schnell wiederfinden.

4-Bett-Kabine 148a Nasszelle mit Duschkabine - Alles bestens Der Souvenirshop der Khersones

Am nächsten Morgen ging es um 09.00 Uhr endlich los. Das Vordeck wurde aus Sicherheitsgründen für die Trainees gesperrt. Dann nahm übernahm der Lotse das Kommando an Bord und der Schlepper "Michael" die "Khersones" an den Haken.

Vordeck beim Ablegemanöver gesperrt Schlepper Michael

Dann ging es vorbei an der 4-Mast-Bark "Passat" über die Trave hinaus Richtung Ostsee. Obwohl die Passat leider nur noch als Museumsschiff bzw. Ausbildungszentrum dient und alle Versuche, dieses Schiff wieder unter Segel zu bringen gescheitert sind, bietet dieser alte Flying-P-Liner der Reederei F. Laeisz immer noch einen imposanten Anblick.

Die 4-Mast-Bark Passat im Passathafen Travemünde Der Lotse geht von Bord

Aufgrund des ungünstigen Windes ging es erst einmal ein ganzes Stück unter Maschine weiter, bevor zum erstem Mal auf diesem Törn Segelalarm gegeben wurde. Alle neuen "Trainees" haben mit offenem Mund dabei zugesehen, wie die Kadetten aufenterten und mit vereinten Kräften die Segel setzten.

Aufentern zum Segelsetzen Lösen der Zeisinge Segelsetzen ist harte Arbeit

Binnen Minuten war es mit der Ordnung an Deck vorbei. Überall lagen Taue im Weg und die ohnehin bei den Trainees vorhandene große Verwirrung wurde noch gesteigert. Bei den ersten Versuchen, mitzuhelfen, entstand ein ziemliches Chaos, da noch niemand so richtig wusste, was überhaupt abging. Aber wir hatten ja die ganze Woche Zeit, Erfahrungen zu sammeln.

Die Fockmast-Crew bei der Arbeit Unter Segeln - ein imposantes Bild Patchwork - Die Zeit ist an den Segeln nicht spurlos vorübergegangen

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