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Silvestertörn 2003 auf der Flinthörn - Seite 3

Dieser Bericht besteht aus 3 Seiten. Seite 1 Seite 2

Ich war aber nicht der einzigste, der es vorzog, den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Im Hafen hat jeder an Bord Zeit, das zu tun, wozu er Lust hat. Neben der Backschaft, die jeden Tag wechselte und dem Reinigen der Messe blieb genug Zeit, zu lesen oder zusammen zu klönen oder zu spielen. Trotz klirrender Kälte draußen war es auf der Flinthörn mollig warm, dank des alten holzbefeuerten dänischen Herdes.

Ute ist in ein Buch vertieft Jan bei der Backschaft Bernd, Lisa und Ute beim Türmchenbauen

Am nächsten Tag ging es bei schönem Winterwetter und schwachem Wind nach Avernakö. Avernakö ist eine der kleinen Inseln in der dänischen Südsee. Hier gibt es außer ein paar Bauernhöfen und viel Natur eigentlich nichts. Die Fahrt dorthin war relativ unspektakulär. Die Zeit wurde genutzt, um ein paar kleinere Reparaturen auszuführen. So demontierte Ludwig z.B. die sehr schwergängige Luke vom Niedergang, um den Rost unter den Führungsschienen zu beseitigen. Das Ergebnis war eine etwas leichter gehende Luke, aber richtig durchschlagend war der Erfolg noch nicht. Das Deck wurde ebenfalls geschrubbt, irgendwie muss man die Zeit ja herumbekommen.

Nachmittags trafen wir dann am Hafen von Avernakö ein. Die Bezeichnung Hafen ist schon fast übertrieben, es passen nur einige kleine Yachten hinein, ansonsten gibt es einen Anleger, an dem wir die Flinthörn so gerade unterbringen konnten. Aufgrund des geringen Windes und der guten Sichtverhältnisse nutzte Flint jedoch die Gelegenheit, sein seemännischen Können unter Beweis zu stellen. Das Anlegemanöver wurde unter Segeln komplett ohne Einsatz der Maschine gefahren, und wie man auf dem folgenden Foto unschwer erkennen kann, waren nach vorne nur noch ein paar Meter Platz. Ansonsten sag noch einmal jemand, man kann Ende Dezember nicht segeln gehen...

Die Flinthörn bei traumhaften Wetter am Hafen von Avernakö, Foto: Heiko Zade Etwas Bewegung am Abend kann nicht schaden Eine der wenigen Sehenswürdigkeiten: Ein hohler Baumstamm

Nach dem "anstregenden" Segeltag hatten alle Lust, sich einmal die Beine zu vertreten. Es wurde also ein ausgedehnter Spaziergang über die Insel gemacht. Vorbei an Wiesen, Feldern, hohlen Baumstämmen und wenigen Bauernhöfen endete der Weg wieder am Wasser und stellte sich somit als Einbahnstraße heraus. Einige von uns wollten die "Abkürzung" am Wasser entlang zurücknehmen, die anderen, darunter auch ich, entschieden sich in Anbetracht der einsetzenden Dämmerung für den sicheren Weg zurück - und waren natürlich als erste am Schiff.

Der Rest trudelte dann nach ca. einer Stunde nach und nach ein. Der "kurze" Weg zum Schiff führte zuerst am Strand entlang, teilweise durch tiefen Schlick, dann durch die Felder und über diverse Zäune (auch Elektrozäune *bg*). Das muss bei mitlerweile völliger Dunkelheit wirklich Spaß gemacht haben. Und der anschließend Blick auf die Karte zeigte, dass die "Abkürzung" alles andere als eine solche war. Selber Schuld....

Lisa und Flint am Ruder Segeln unter der Wintersonne Der beste Platz an Bord - vorne in der Hängematte

Am nächsten Tag ging es bei mittleren Winden und wieder erfreulich schönem Wetter nach Aerö. Wer einmal sehen möchte, wie die Flinthörn durch das Wasser pflügt, kann sich hier ein kurzes AVI-Video (6,39 MB) herunterladen. Ziel war der Hafen von Aerösköbing, hier wollten wir den Jahreswechsel verbringen. Die Flinthörn wurde durch Ute für die Party mit vielen Luftballons verschönert.

Aerösköbing in Sicht Klar Schiff zur Silvesterparty, Foto: Heiko Zade

Zum Abendessen gab es gut geräuchertes Grillfleisch (das Grillhaus war so verqualmt, da konnte es man kaum aushalten), ein Salat-Buffet auf der Kaimauer und einen kleinen Grill als Ofen sowie mehr oder weniger hochprozentiges zum Aufwärmen. Der Jahreswechsel wurde durch ein tolles Feuerwerk gekrönt. Bei sternklarem Himmel konnte vom Hafen aus das Feuerwerk von allen benachbarten Inseln beobachtet werden. Anschließend ging es in die Kneipe oder zu weiteren Partys auf den anderen Schiffen. Für den einen oder anderen wurde die Nacht sehr lang.

Grillhaus im Nebel Buffet auf der Kaimauer, Foto: Heiko Zade Aufwärmen am Bordgrill

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