| http://www.faszination-segelschiffe.de Stefans Segelseiten |
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| Zum Abschluß der Segelsaison 2002 habe ich mich für Mitte Oktober noch zur Teilnahme am "Brandaris Race" von Harlingen / NL zur Insel Terschelling auf dem 3-Mast-Gaffelschoner "Albert Johannes" entschlossen. Die Aussicht, erst im nächsten Jahr wieder ein Schiff unter den Füßen zu haben, konnte ich einfach nicht ertragen ;-) Diese Seite ist ausnahmsweise über die zwei Buttons "Albert Johannes" und "Brandaris Race" verlinkt, da viele Besucher direkt nach dem Brandaris Race suchen. Das Foto rechts stammt von der Homepage der "Albert Johannes". Kontakt: http://www.stsegeln.de oder http://www.albert-johannes.nl |
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Da ich zeitig losgefahren bin, war ich trotz einer staureichen Anreise früh genug in Harlingen. Die "Albert Johannes" lag im Noorderhaven und war aufgrund der Größe kaum zu übersehen.
Im "Vorbeifahren" konnte ich schon einmal mein Gepäck an Bord bringen, bevor ich mein Auto auf einem Großparkplatz sicher abgestellt habe. Bis zum Einsschiffen war noch ein Stündchen Zeit, die ich genutzt habe, um mir Harlingen und die vielen Schiffe im Hafen anzusehen.
An Bord wurde ich dann von Eigner Steffen Schwarze mit einem frisch gezapften Pils empfangen. Nach und nach trudelten dann auch die anderen Mitsegler ein. Hierbei stellte sich heraus, dass ich der einzigste "zahlende" Deutsche an Bord war, neben Steffen, Anke und Axel von der Besatzung.
Der Rest war ein fröhliche Gruppe von Holländern, die offensichtlich nicht zum ersten Mal an so einem Törn teilnahmen. Da ich der niederländischen Sprache leider nicht mächtig bin, gab es natürlich ein paar Verständnisprobleme, das war aber nicht weiter tragisch. Es wird allerdings doch langsam Zeit für mich,
mal etwas Niederländisch zu lernen.
Die "Albert Johannes" musste bei der Überfahrt von Rostock nach Harlingen schweres Wetter überstehen, was leider nicht ohne Materialverluste geblieben ist. So war bei einem Seitenschwert die Befestigung gebrochen, so dass das Schwert aufgegeben werden musste, um nicht eine Beschädigung des Rumpfes zu riskieren.
Desweiteren hatte sich die Gaffel vom Fockmast verabschiedet - vor dem Brandaris Race war also erst einmal ein Werftbesuch angesagt. Dort wurde eine Ersatzschwert montiert und eine neue Gaffel angefertigt.
Am nächsten Morgen ging es zeitig los und wir fuhren erst einmal hinaus in den Vorhafen, wo wir zusammen mit vielen anderen Schiffen erst einmal auf die Freigabe warten mußten. Dort war dann Zeit, die neue Gaffel am Fockmast zu montieren.
Mit vereinten Kräften wurde das schwere Teil wieder dorthin befördert, wo es hingehört.
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Kurze Zeit später ging es dann los. Wir fuhren erst einmal eine ganze Weile unter Maschine Richtung Startlinie. Als Dreimaster segelten wir in einer höheren Klasse als die meisten anderen Schiffe und hatten daher auch eine andere Startzeit.
Irgendwann ging es dann aber los und die ersten Schiffe neben uns setzten die Segel. Das haben wir dann auch versucht, aber kaum war das Großsegel oben, da knallte von oben erst einmal der Umlenkblock der Topsegelschot auf Deck und die Großsegelgaffel hing schlaff in den Seilen.
Gott sei Dank wurde niemand von dem Block getroffen. Na, ja, also erst einmal das Segel wieder runter, einen neuen Block montieren und das Segel wieder setzen. So kurz vor dem Start kam da natürlich Hektik auf.
Dann ging es aber endlich los. Die Gaffeltoppsegel wurden schon einmal losgemacht. Diese artistische Einlage wurde von den Mitseglern sehr skeptisch beobachtet.
Neben uns tauchte ein direkter Wettbewerber in unserer Klasse auf - ein Toppsegelschoner, den wir an diesem Tag noch öfter sehen sollten.
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